Eintrag vom:23.06.2019, um 16:00:00 Uhr (local)
Vuda Marina - Lautoka

Buakonikai

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PRID: 11764
LegID: 318
LegNo: 66
Breite: S016°31.58'
Länge: W179°59.39'
Reisetag: 894
Log (Tag): 16 nm
Log (Reise): 515 nm
Log (Total): 48942 nm
Gegen Mittag erreichen wir gemeinsam mit SY Dazzler unser Ziel und ankern in der nach Süden offenen Katherine Bay. Am Ufer befindet sich die kleine Ortschaft Buakonikai von der von See aus nur die große weiße Kirche zu sehen ist. Kurze Zeit später sind wir bereits an Land, um den Ort zu besuchen.

Wir folgen der unbefestigten Straße nach Norden. Um die Häuser wachsen Brotfucht-, Papaya-, Mango- und Bananenbäume, und während die Hühner frei herumlaufen, grunzen die Schweine in kleinen Ställen. Die Bewohner winken uns freundlich zu und erwidern lächelnd unseren Gruß "Mauri", das kiribatische Wort für "Hallo".

Die weithin sichtbare Kirche hatte uns neugierig gemacht. Ein schmaler Weg führt hinauf zur Kirche, die auf einem Hügel errichtet wurde. Oben angekommen hören und sehen wir einen Pastor, der neben der Kirche eine große hölzerne Trommel schlägt. Wir kommen mit ihm ins Gespräch und er erklärt uns, dass in Fidschi nicht mit Glocken, sondern mit eben diesen Trommeln zum Gottesdienst gerufen wird.

Bis zum Beginn des Gottesdienstes ist noch etwas Zeit und so bietet er uns an, uns die Kirche zu zeigen. Diese riesige methodistische Kirche wurde in den frühen 50er Jahren mit Geldern aus den ursprünglichen Umsiedlungsfonds der britischen Bergbaugesellschaft errichtet. Offensichtlich hatte hier jemand sehr große Pläne mit diesen Ort, denn die Kirche ist im Vergleich zu dem kleinen Dorf am Fuße des Hügels absolut überdimensioniert.Die Kirche besteht aus zwei Ebenen. Die untere Ebene dient offensichtlich als eine Art Mehrzweckhalle, wo heute mehrere Frauen, die auf Bastmatten sitzen und selbst gekochte Speisen anbieten.

Anschließend führt uns der Pastor zur oberen Ebene, von der aus wir einen atemberaubenden Blick über die Bucht haben. Hier ist der Eingang zum eigentlichen Heiligtum. Die übergroße Kirchenhalle ist fast vollkommen leer und man könnte die wenigen Holzbänke, ganz am anderen Ende der Halle, beinahe übersehen.

Wo auch immer wir hingehen, werden wir von einer Schar von Schulkindern in festlicher Kleidung begleitet. Diese haben einen großen Spaß daran vor unseren Kameras zu posieren und wollen dann immer die Bilder im Display der Kamera sehen. Gerne tun wir ihnen diesen Gefallen.Langsam trotten wir wieder zurück zu unserem Dinghy, welches wir am Strand zurückgelassen haben und wundern uns dabei, warum das kleine Dorf wohl solch eine riesige Kirche bekommen hat.